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Todesanzeigen von Nachbarn


 Blick in unsern Garten und den der Nachbarn rechts und links im späten Frühjahr 2011


Liebe Leser, und vor allem liebe Nachfahren der früheren Nachbarn!
Meine Eltern legten von Anfang an und all die Jahrzehnte hindurch großen Wert auf gute Nachbarschaft! Die meisten der im Ordner der gesammelten Todesanzeigen enthaltenen ehemaligen Nachbarn habe ich als Kind und Jugendlicher noch selber gekannt. Auch nach dem Wegzug aus der Wichheimer Straße hielt mein Vater den Kontakt mit der Nachbarschaft teils am Telefon und teils per Brief aufrecht. Meine Mutter war dazu aufgrund ihrer Demenz und der verbliebenen kurzen Restlebenszeit in Ewersbach nicht mehr in der Lage. 
Besonders erinnere ich mich an Familie Stommel. Herr Stommel trank gerne ein Gläschen Wein und war immer enttäuscht, daß sich meine Mutter weder aus Wein noch aus Bier etwas machte. Wenn er sie mal traf und sie ihm sagte, daß sie gerade ein Bier tränke, wandte er sich immer entsetzt ab, wenn er feststellte, daß sie ein Malzbier trank. Zum Neujahr war es Tradition, daß wir als Familie das Neujahrskonzert der Wiener Symphoniker im ARD immer mit Familie Stommel gemeinsam anschauten, zunächst noch mit Herrn Stommel und nach seinem Tod mit den beiden Töchtern zusammen.  

Mit besten Grüßen und angenehmen Erinnerungen 

Ihr Dr. Friedhelm Röder  

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