Liebe Leser, zum heutigen 100. Geburtstag meiner Mutter hatte ich einen Traum: Ohne Vorankündigung besuchte sie uns in unserm fast fertigen Holla Haus. Sie wirkte rüstig wie auf ihren Wanderungen im Bergischen Land. Sie schaute sich alles genau an und freute sich darüber, das letzte der Möbelstücke, die ihr Vater meinen Eltern zur Hochzeit gefertigt hatte, in meinem Arbeitszimmer sehen zu können. Das Schlüsselkästchen aus ihrer Diele hatte auch in unserer diese Funktion erhalten. Sonja hatte etliche der alten Deko-Teile oder Reisesouvenirs von ihr geschmackvoll integrieren können, wofür sie diese lobte. Auch Teile ihrer Wohnzimmerausstattung hatten einen Platz erhalten und trugen zur gemütlichen Atmosphäre bei. Wie das ihre Art war, fragte sie nicht nur, sondern erzählte gleichzeitig lebhaft und anschaulich. Die Fachwerkbauweise unsers Hauses regte sie an, vom Leben und Frieren im Fachwerkhaus ihrer Eltern zu erzählen. Zu diesem Thema konnten wir aus manc...
Mein Vater mit mir am Muttertag 1953. Meine Eltern besuchten damals Willi und Thea Müsken in Brühl. Es war auch deren erster Muttertag, denn die etwa gleichaltrige Irmgard Müsken war auch schon auf der Welt. Liebe Leser und Leserinnen, nun ist genau ein Jahr vergangen, in dem ich zwar an meine Eltern dachte, aber durch Bau- und Umzugstätigkeiten nicht dazu kam, weitere Posts zu erstellen. Aber zu diesem herausragenden Tag will ich wieder etwas schreiben. Mein Vater hatte nicht den Ehrgeiz, so alt zu werden. Er meinte im letzten Lebensjahr zu mir, daß er sich bei Gott nicht beklagen könne, was sein Alter betreffe. Er sei doch ganz schön alt geworden, deutlich älter als seine Eltern. Damit sei er zufrieden. Er kam einmal auf sein Alter zu sprechen, als er mir von seiner Sammlung der Todesanzeigen erzählte, die ich ja dann hier im Gedenkblog veröffentlicht habe und wofür mir – und damit indirekt auch ihm - auch von Einzelnen von Euch gedankt wurde. Er meinte im lachenden Ton: ...