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Zweiter Zwischenbericht

  Liebe Leser, nun steht für uns als Familie die Beisetzung unsers Vaters am 26.2.2021 bevor. Unser Vater wurde aus Gründen der aktuellen Pandemieverordnungen eingeäschert. Seine Urne soll dann zu unserer Mutter in deren Erdgrab auf dem Ewersbacher Friedhof. Sonja und ich planen eine Bild-Ton-Dokumentation der Abschiedsfeier. Der Hinweis auf diese neue Seite wird Ihnen demnächst auf der Startseite mitgeteilt werden.  Um Ihnen eine eventuell vorhandene Scheu, eigene Kommentare selber einzugeben, zu nehmen, hat Sonja auf der Seite „An die Nutzer“ eine Schritt-für-Schritt-Anleitung dazu verfaßt. Ergänzt wurde diese Anleitung mit Informationen dazu, über welche Entwicklungen auf dem Blog diejenigen von Ihnen auf dem Laufenden gehalten werden, die den Blog abonniert haben.  Die Anfangswelle des gehäuften Anklickens als Zeichen der Verbundenheit mit unsern Eltern hat deutlich nachgelassen. Entsprechend wurde der Blog seit dem ersten Zwischenbericht aus Deutschland nur noch weit...

Erster Zwischenbericht

  Liebe Leser, dieser Blog zum Gedenken an unsern Vater und mittlerweile auch an unsere Mutter stieß sofort auf Ihr großes Interesse, wofür wir Geschwister und deren Partner Ihnen sehr dankbar sind! Dieses Echo bestätigt uns, mit Ihnen zusammen auf einem ungewohnten, aber guten Weg zu sein. Der Umfang des Blogs nimmt schrittweise zu. Dabei greifen die umfangreichen, schriftlichen Hinterlassenschaften unserer Eltern, unsere eigenen Erinnerungen und Fotos sowie zunehmend auch Ihre Beiträge anschaulich ergänzend ineinander. Allein die Auswertung der innerhalb unserer Familie vorhandenen Materialen wird einige Monate in Anspruch nehmen. Sicherlich werden auch aus Ihrem Kreis weitere Beiträge auftauchen, die bislang unbekannte Seiten oder anregende Erlebnisse zum Vorschein bringen werden. Darauf sind nicht nur wir als Angehörige, sondern auch viele, die zum Netzwerk um unsere Eltern herum gehörten, neugierig. Denn so wird dieses Netzwerk noch länger bestehen und sich vielleicht an der e...

Letzte Stunden

Ich, Uschi, habe meinen Vater in seinen letzten Tagen und Stunden begleiten dürfen. Ich bin mir nicht sicher, ob er mich noch erkannt hat, denn er war schon nicht mehr ansprechbar. So habe ich mich einfach an sein Bett gesetzt und ihn meine Nähe spüren lassen.  Mein Vater hat viele Jahre im Gemeindechor gesungen. Er hatte eine schöne, tragende Bassstimme. Also habe ich ihm an seinem Sterbebett auch vorgesungen. Ich glaube, er hat innerlich mitgesungen.  Ein Lied habe ich in den letzten Tagen öfters gesungen, denn es sprach ihm aus der Seele. Er hat in den letzten Wochen oft davon gesprochen, dass sein Leben hier mühsam geworden sei und dass er sich sehr auf den Himmel freue:  "Wenn nach der Erde Leid, Arbeit und Pein ich in die goldenen Gassen zieh ein, wird nur das Schau'n meines Heilands allein Grund meiner Freude und Anbetung sein. Das wird allein Herrlichkeit sein, wenn frei von Weh ich sein Angesicht seh.  Wenn dann die Gnade, mit der ich geliebt, dort eine Wohn...

Mein Vater

Wenn ich, Michael, im Rückblick an meinen Vater denke, so kommen mir über die Jahrzehnte verteilt Situationen in den Sinn. Als Kind haben mich seine großen Hände fasziniert. Ich konnte meine Hand zu einer Faust ballen, aber seine Hand umfasste sie ganz. Ich fühlte mich bei ihm dann immer aufgehoben. Als Jugendlicher wurde mir das Christsein meiner Eltern immer bewusster. In unserem Haus gingen ja die Missionare vom WEC ein und aus. Ich war beeindruckt und stellenweise begeistert von deren Art und Weise, wie sie so ganz natürlich mit dem Wort Gottes umgingen und trotzdem mitten im Leben standen. Wie oft haben wir in unserem Wohnzimmer gesessen und haben uns in den verschiedenen Landessprachen den Klassiker „Welch ein Freund ist unser Jesus“ angehört, von den Missionaren selber vorgesungen oder einen besonderen Bibelvers ebenfalls in der jeweiligen Landessprache. Dies wurde meistens von meinem Vater auf Tonband aufgenommen. Diese vielen Bänder haben wir heute noch. Viele Stimmen von läng...

Begrüßung

 Liebe Leser, ich freue mich, als ältestes Kind von Heinz und Rosa Röder Euch bzw. Sie im Namen meiner Geschwister und deren Ehepartner hier auf dem Blog begrüßen zu können! Durch Corona, die meinem Vater einen schnellen und sanften Heimgang bescherte, wurden wir Kinder motiviert, einen ungewohnt neuen Weg des Gedenkens an meinen Vater zu beschreiten. Etliche von Euch bzw. Ihnen hatte ich ja auf der Beerdigung meiner Mutter im Februar 2017 getroffen und mich schon darauf gefreut, Euch bzw. Sie von Angesicht zu Angesicht wiederzusehen. Denn unsere Trauer um meinen Vater ist ja wie sein ganzes Leben ein Echo auf seine ständige Verbundenheit mit sehr vielen Leuten, denen er teilweise über Jahrzehnte hin die Treue hielt. Als meine Mutter knapp vier Monate vor ihrem Tod plötzlich zum Pflegefall geworden war, fand die letzte Hochzeitsreise der Beiden – meine Eltern hatten am 13.10.2016 eigentlich ihren 65. Hochzeitstag feiern wollen – in einem Krankenwagen statt. Meine Mutter hatte einen...