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Todesanzeigen Freunde und Bekannte N - Z

Meine Mutter liebte Orchideen. Diese standen hell, aber nicht der Sonne ausgesetzt, wie sie es mögen, auf der Fensterbank des Wohnzimmers.  Alle Gäste meiner Eltern kennen diesen Blick von dort im Sommer auf die Terrasse noch. Manchmal blühten alle Orchideen gleichzeitig. „Ach, Heinz, mach doch mal ein Foto davon! Das sieht so schön aus!“ Zwischen den Blumen Mitbringsel von ihren Reisen nach Indien und auf die Philippinen.  Liebe Leser! Heute will ich Ihnen die neunte Sammlung von Todesanzeigen zugänglich machen. Es sind dieses Mal die Freunde und Bekannte N - Z . Wecken Sie beim Stöbern eigene Erinnerungen und entdecken noch etwas Unbekanntes! Mit herzlichen Grüßen Dr. Friedhelm Röder 

Zum 97. Geburtstag meines Vaters

  Heinz als Baby auf dem Schoß seiner älteren Schwester Hilde, der späteren Hilde Bandomir Liebe Leser, heute wäre mein Vater 97 Jahre alt geworden. Nun hat er diesen Tag nicht mehr erlebt. Wenn er noch am Leben wäre, hätte sein Telefon nicht stillgestanden. Denn etliche von Euch hätten ihn angerufen.  Als mein Vater als Witwer zunächst alleine in der Souterrainwohnung meiner Schwester wohnte, riet ich ihm, täglich zwei seiner Freunde und Bekannten anzurufen. Für diesen Rat bedankte er sich bei jedem Telefonat mit mir. Dave Rose berichtete mir später, dass mein Vater täglich zwei bis zu fünf Stunden mit jemandem von Euch telefonierte.  Nun bleibt das Telefon still. Er sprach wiederholt davon, mit wem er sich im Himmel ausführlich unterhalten wolle. Mit herzlichen Grüßen und Danksagungen an alle, die seiner gedenken! Dr. Friedhelm Röder 

Heimgang von Heinz Fischer

Heinz Röder und Heinz Fischer als Stubenkameraden in einer der ehemaligen RAD-Baracken des Predigerseminars der Freien Evangelischen  Gemeinden in Ewersbach 1949  Liebe Leser, am 15.2.2023 verstarb Heinz Fischer, ein alter Freund meines Vaters. Sie hatten sich 1949 am Predigerseminar in Ewersbach kennengelernt. Während dieser Zeit hatte mein Vater von ihm erstmals von meiner Mutter Rosa Adenauer gehört, die dieser auf einem Jugendtreffen kennengelernt hatte. Damals wußte mein Vater noch nicht, daß er besagte Rosa selber einmal kennen und lieben lernen würde. Mein Vater hatte die Ausbildung zum Prediger vorzeitig abgebrochen, um sich um seine kranken Eltern zu kümmern. Die Freundschaft der Beiden blieb bestehen.  Als meine Eltern 1960 von Köln-Lindenthal nach Köln-Buchheim umzogen, trafen sich die beiden Studienfreunde wieder, denn Heinz Fischer war von 1953-1960 Prediger der FeG Köln-Mülheim. Ich selber - ich war damals 8 Jahre alt - habe nur sehr flüchtige Erinnerungen a...

Spatz in der Hand

  Erinnerungen an Frau Martha Schwarz (1902-1992) Liebe Leser, als ich heute wieder mal dabei war, gesammelte Todesanzeigen einzuscannen, stieß ich auf die Todesanzeige von Frau Martha Schwarz. Sie ist mir noch nach mehr als 40 Jahren als eine still herausragende Frau in Erinnerung geblieben. Ich habe sie in den 70er Jahren nur zwei- oder dreimal persönlich getroffen. Meine Mutter hatte sie durch ihre Tätigkeit als Sekretärin auf dem Pfarrbüro der Evgl. Kirchgemeinde Köln-Buchheim kennengelernt. Denn dort ging Frau Schwarz regelmäßig zum Gottesdienst. Die beiden Frauen entwickelten einen guten Draht zu einander. Von meiner Mutter erfuhr ich nach und nach einiges über sie.  Anfangs hatte sie am vorderen Ende der Wichheimer Straße,  in einem der alten Häuser aus der Gründerzeit  gewohnt. Ihre kleine Wohnung dort war dunkel. Später zog sie in eines der modernen Mehrfamilienhäuser gegenüber der Grundschule von Köln-Buchheim um, wo sie mehr Licht in der Wohnung hatte. Als...

Heimgang von Willy Weber

  Liebe Leser, knapp zwei Jahre nach meinem Vater starb Willy Weber am 29.12.2022. Er hatte die Beerdigung meines Vaters geleitet. Als mein Vater die letzten Jahre in Ewersbach gelebt hatte, hatte sich die beiden regelmäßig gesehen. Willy Weber und meine Familie kannte ihn noch aus seiner Zeit als Prediger der Freien Evangelischen Gemeinde Köln-Lindenthal. Er leitete damals die dortige Jugendgruppe und war für mich in seiner feinen, geistvollen, humorvollen Art immer ein Vorbild gewesen. Ich war einer seiner Fans. Als ich Jahre später meine Schwester in Ewersbach besuchte, trafen wir uns wieder. Denn Willy Weber war zwischenzeitlich Dozent am Predigerseminar geworden und unterrichtete u. a. Pastoraltheologie. Für mich als Psychiater und ihn als Seelsorger ergaben sich manche Berührungspunkte bei der Ausübung unsers Berufs. Und den guten Draht zueinander behielten wir bis zum Schluss. Beim Blättern in Briefen meiner Eltern fand ich einen Artikel von ihm, der im August 1989 im „D...