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Posts

Trauerbedingte Halluzinationen

Die Eltern auf dem 70. Geburtstag von Willi Haseloh im Januar 2009. Diesen WEC-Missionar kannten sie seit Beginn seiner Tätigkeit dort im Jahre 1974. Mein Vater pflegte den Kontakt mit ihm bis zuletzt. Siehe auch dessen ausführlichen Kommentar zur Trauernachricht vom 16.1.2021 in der Kommentarrubrik der Seite „Mission“ . Liebe Leser, nachdem meine Mutter bald nach dem 65. Hochzeitstag starb, waren die Trauergefühle meines Vaters natürlich sehr heftig und  langanhaltend.  Am 18.2.2018 trafen wir uns anläßlich der Verabschiedung von Dave in den Ruhestand in Ewersbach. Bei dieser Gelegenheit erzählte mir mein Vater, daß er im vergangenen Jahr auf einmal nachts die Stimme seiner Schwester Hilde gehört hätte, wie sie zu ihm gesagt hätte: „Armer Heinz!“ In einer anderen Nacht habe er Mama – so nannte er unsere Mutter -  „Huhu! Huhu!“ rufen hören - so hatte sie manchmal im Rahmen ihrer dementiellen Entwicklung zuhause nach ihm gerufen -. Er habe das alles sehr merkwürdig gefunde...

Die armen Soldaten im Schnee

Nächtliches Schneetreiben im hohen Vogelsberg  Liebe Leser,  seit meiner Jugend erlebte ich zu Beginn jedes Winters etwas Merkwürdiges, das ich mir jahrelang nicht erklären konnte. Beim ersten Schnee - und auch nur beim jeweils ersten Schnee eines Winters – ging mir immer folgender wehmütiger Satz durch den Kopf: „Ach die armen Soldaten damals im Schnee an der Ostfront!“ Ich wunderte mich über mich selber. Warum regelmäßig immer dieser eine Satz? Das kann doch nicht allein daran liegen, dass ich mich im Laufe der Jahre wechselnd intensiv mit der Geschichte des Zweiten Weltkrieges befasst habe! Denn dabei gibt es ja mehr Themen als nur die der Rolle des Schnees im Kampf gegen die Rote Armee.  Erst als ich im Zusammenhang mit dem Verfassen dieses Blogs anfing, die Geschichte meines Vaters sehr genau zu erforschen, ging mir auf einmal auf, woher dieser Gedanke stammte. Das lebensgefährliche Drama seiner Verwundung am 13. Februar 1945 , das sich heute zum 77. Mal jährt, hatte...

Todesanzeigen von Freunden und Bekannten H - M

Diese Eiche beeindruckte meinen Vater im Hessenland!  Liebe Leser! Heute will ich Ihnen die dritte Sammlung von Todesanzeigen zugänglich machen. Es sind Freunde und Bekannte H - M. Vielleicht entdecken Sie beim Lesen neben dem Erinnerten noch etwas Unbekanntes! Mit herzlichen Grüßen Dr. Friedhelm Röder 

Todesanzeigen von Freunden und Bekannten A-G

Auf welcher Reise mein Vater diesen Sonnenuntergang sah, hat er nicht festgehalten.   Liebe Leser, heute will ich Ihnen die erste Sammlung von alphabetisch geordneten Todesanzeigen aus einer Gruppe zugänglich machen, die im Leben unserer Eltern eine große Rolle spielten. Das waren die vielen Freunde und Bekannte, an deren Hinscheiden sie großen Anteil nahmen. Ich fange an mit den Freunden und Bekannten A-G . Schauen Sie selber nach, wen auch Sie noch gekannt hatten oder bei dessen Beerdigung Sie selber dabei waren! Mit herzlichen Grüßen Dr. Friedhelm Röder 

Johann Maria Franz Schwarzenberg

 Geboren am 23. Juni 1935 in Köln – gestorben am 27. November 2021 in Berlin  Beerdigung am 15. Dezember 2021 in Berlin auf dem Evangelischen Luisenfriedhof III In den Morgenstunden des 27.11.2021 schlief mein ältester Cousin Johann Maria Franz Schwarzenberg -  in unserer Familie immer nur als "der Hans" bekannt - ohne Schmerzen für immer ein. Er war der älteste Sohn der ältesten Schwester meiner Mutter Hilde Eilert aus deren erster Ehe. An ihn selber habe ich kaum eigene Erinnerungen. Er war nur einmal zu Besuch bei uns in der Wichheimer Straße, als ich noch in die Grundschule ging. Ich sehe ihn noch von damals als mittelgroßen, schlanken Mann mit kurzen, mittelblonden Haaren vor meinen Augen. Meine Mutter erzählte mir, dass er an einem Sonntag geboren wurde. Und in Köln war es damals selbstverständlicher Brauch, dass Sonntagskinder als zweiten Namen den Vornamen Maria erhielten. Wiederholt schilderte meine Mutter über ihn – er bedeutete ihr sehr viel, sonst hätte sie mi...