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Posts

Todesanzeigen von Missionaren

  David und Chrissie Batchelor zusammen mit ihrem Sohn Christopher am 5.März 1968, dem  Tage ihrer Silberhochzeit, vorm Missionshaus in Vockenhausen Liebe Leser, nun ist die umfangreiche Sammlung der Todesanzeigen der Missionare samt Ergänzungsdokumenten, mit denen meine Eltern verbunden waren, endlich fertig eingescannt. Wie aus dem Interview mit meinen Eltern auf der Seite „Mission“ zu entnehmen ist, nahmen diese schließlich weltweiten Beziehungen ihren Anfang, als Batchelors den ersten Kontakt mit meinen Eltern aufnahmen. Die Sammlung stellt nur eine kleine Auswahl dieses Personenkreises dar, dem die ständige, aufmerksame und liebevolle Aufmerksamkeit meiner Eltern bis zu ihrem Tode galt. Und wer besagte Seite bis zur Erinnerung an die als letzte Genannte Christel Sojka durchblättert, wird auf Vorbereitungen meiner Eltern zur Teilnahme an der Goldenen Hochzeit von Batchelors am 5.3.1993 stoßen, womit sich der Kreis zwischen obigem Foto und dem Ende der Gedenkseite schließt...

Zum 96. Geburtstag von Heinz

 Familie Röder im Sommer 1975 auf der Terrasse, als wir Kinder anlässlich des Geburtstages unsers Vaters, der damals 49 Jahre alt wurde, mal wieder alle zuhause waren. Zum heutigen Geburtstag möchte ich meinem Vater die Vertonung einer Nachdichtung des Psalm 23 widmen.  In einer meiner letzten Mails an ihn vom 28.10.2020 – knapp zwei Monate später verstarb er - kam ich auf den Psalm 23 zu sprechen. Den würde ich wenige Tage später mit einer jüdischen Melodie auf einer Gedenkveranstaltung zum 9. Nov. 1938 vorspielen.  Damals hatte ich noch Zeit, mich mit dem Hebräischen zu befassen. Wenn ich ihm davon berichtete, war er immer sehr interessiert, etwas von mir darüber zu hören. So teilte ich ihm meine neuesten  Entdeckungen, in diesem Fall im Zusammenhang mit dem Wort "Psalm": Das hebräische Wort für Psalm ist von der Sprachwurzel her mit dem Wort für Winzermesser/Baumschere verwandt. Es geht im Psalm darum, alle nebensächlichen Gedanken wegzulassen, wie man beim Weinst...

Stöbern in alten Posts

  Nach der Rückkehr von Schottland 1972 gab es viele Schuhe zu putzen. Dafür waren Michael und ich zuständig. Wir machten es uns auf der Terrassentreppe in der Sonne bequem.   Liebe Leser, von der Startseite aus ist es ziemlich leicht, die langsam wachsende Zahl an Seiten zu entdecken und aufzurufen. Die Suche nach alten Posts ist dagegen komplizierter und nicht für jeden sofort ersichtlich. Außerdem änderte sich zwischendurch gerade in dieser Hinsicht das Layout des Blogs. Wir haben deshalb die bisherige Seite „Fragen an uns“ passenderweise in „Blogger-Dschungel“ umbenannt. Dort finden Sie auch eine von Sonja angefertigte Anleitung, wie Sie frühere Posts finden können.  Viel Spaß beim Stöbern! Ihr Dr. Friedhelm Röder und Sonja Toepfer

Todesanzeigen von Nachbarn

 Blick in unsern Garten und den der Nachbarn rechts und links im späten Frühjahr 2011 Liebe Leser, und vor allem liebe Nachfahren der früheren Nachbarn! Meine Eltern legten von Anfang an und all die Jahrzehnte hindurch großen Wert auf gute Nachbarschaft! Die meisten der im Ordner der gesammelten Todesanzeigen enthaltenen ehemaligen Nachbarn habe ich als Kind und Jugendlicher noch selber gekannt. Auch nach dem Wegzug aus der Wichheimer Straße hielt mein Vater den Kontakt mit der Nachbarschaft teils am Telefon und teils per Brief aufrecht. Meine Mutter war dazu aufgrund ihrer Demenz und der verbliebenen kurzen Restlebenszeit in Ewersbach nicht mehr in der Lage.  Besonders erinnere ich mich an Familie Stommel. Herr Stommel trank gerne ein Gläschen Wein und war immer enttäuscht, daß sich meine Mutter weder aus Wein noch aus Bier etwas machte. Wenn er sie mal traf und sie ihm sagte, daß sie gerade ein Bier tränke, wandte er sich immer entsetzt ab, wenn er feststellte, daß sie ein ...

Bomben auf Köln-Mülheim 1944

 Hertha und Robert Ritterskamp 1975 auf der Baustelle des Neubaus der Freien ev. Gemeinde Köln-Mülheim zusammen mit Prediger Helmut Georg , der ihnen den aktuellen Stand der Bauarbeiten erläuterte. Die Beiden hatten noch die Zerstörung des Vorgängerbaus in lebendiger Erinnerung. Robert Ritterkamp im Oktober 1974:  Der Bombenangriff vom 28. Oktober 1944 bleibt für uns alte Mülheimer Bürger ein unvergessenes Inferno. Es war schlimmer als alle Artillerie- und Fliegerangriffe, die ich selbst im 1. und 2. Weltkrieg mitgemacht habe. Am Samstagnachmittag um 15 Uhr heulten die Sirene Großalarm. Ich war gerade von meinem Dienst bei der Luftschutzpolizei nach Hause gekommen und konnte noch eben mein Gepäck ablegen, da fielen auch schon die ersten Bomben. Da wir durch die jahrelangen Kriegsereignisse geübte Augen und Ohren hatten, merkten wir sehr bald, dass diesmal speziell Mülheim dran war. Eine Fliegerwelle nach der andern lud ihre tödliche Last über unsern Häusern ab. Um 15.30 Uhr sc...