Direkt zum Hauptbereich

Posts

Todesanzeigen der Verwandten von Heinz

  Liebe Leser, diese beiden Fotos zeigen die Eltern von Heinz im Frühjahr 1944. Heinrich und Ella Röder waren zum Fotografen gegangen, damit Heinz, als er zur Wehrmacht eingezogen wurde, Fotos von ihnen mitnehmen konnte. Diese Fotos haben alle Kriegshandlungen, Lazarettaufenthalt und Kriegsgefangenschaft heil überstanden. So wertvoll waren sie für ihn, dass er sie so sorgfältig verwahrt hatte! Ihre späteren Todesanzeigen sind natürlich in der Sammlung seiner Verwandten enthalten. Mit den besten Grüßen und Gottes Segen für das neue Jahr 2023! Dr. Friedhelm Röder und Sonja Toepfer

Papa sang Heinrich Schütz

 Liebe Leser,  ich spiele seit einiger Zeit im Blockflötenensembles der Evangelischen Kirche Lautertal-Engelrod. Anlässlich der Verabschiedung des dortigen Pfarrers Backwinkel-Pohl führten wir auf seinen Wunsch hin die Aria von Heinrich Schütz „Also hat Gott die Welt geliebt“ auf. Dieser fünfstimmige Chorsatz gehörte zu den beliebten Standartstücken des Mühlheimer Gemeindechores . Ich hatte dessen Noten zwar nie gesehen. Aber dieses Chorstück wurde, als ich noch in Köln lebte - also vor 1973 -, so oft aufgeführt, dass ich als einziger das Stück auf Anhieb wiedererkannte. Bei jeder Probe hörte ich in meinem Kopf den Mülheimer Chor und meinen Vater voller Begeisterung mittendrin singen. Und da ich die mit meiner Renaissancebassflöte die Bassstimme blies, die mein Vater als Basssänger gesungen hatte, fühlte ich mich ihm jedes Mal besonders eng verbunden. Am 6. November 2022 gedachte die Musikwelt des Todestages von Heinrich Schütz. Hätte mein Vater noch gelebt, hätten wir bes...

Digitaler Adventskalender 2022

  Liebe Leser, am vergangenen Sonntag hatten wir bereits den 1. Advent. Also Zeit zu unserm Hinweis auf unsern   digitalen Adventskalender 2022. Ab 1. Dezember wird an jedem Tag bis Heilig Abend ein anderer kurzer, geistlicher Impuls angeboten. Im Laufe des Monats wird eine Auswahl an Gedanken des ehemaligen Schweizer Pfarrers und religiösen Sozialisten Leonhard Ragaz (1868-1945) aus seinem Kommentar zu Jesu Bergpredigt ausgebreitet. Um diesen Kalender aufzurufen, muss man nur auf das unten angefügte Vorschaubild schauen und den dicken, dreieckigen Pfeil (Playsymbol) in der linken, unteren Ecke anklicken. Im selben Moment wird automatisch eine Internetverbindung zum tagesaktuellen Beitrag hergestellt. Dieser dauert jeweils 30 Sekunden. Wer die Fortsetzung der folgenden Tage sehen möchte, muss dann an einem Folgetag einfach nur wieder diesen Post und das Playsymbol anklicken. Wer vorherige Beiträge sehen möchte, muss auf dem Vorschaubild den dünnen, nach unten gerichteten P...

Rosa im Geschwisterkreis 1932

Dieses Foto wurde 1932 im Garten ihres Elternhauses in Bruchhausen oberhalb von Unkel am Rhein vor dessen Umbau gemacht. Es zeigt von links Agnes (14 Jahre), Rosa (5 Jahre), Otto (10 Jahre) und Helmut (3 Jahre). Der Name der kleinen Puppe wurde nicht überliefert.   Liebe Leser, zu diesem Foto ergab sich kurz vor ihrem Tod noch eine Besonderheit. Mein Vater berichtete mir, dass meine Mutter in den letzten Wochen ihres Lebens in seiner Gegenwart wiederholt nach ihrer Mutter und nur nach den Geschwistern gerufen hätte, die auf dem obigen Foto zu sehen sind. Sie bewegte sich also demenzbedingt nicht mehr in der Gegenwart, sondern im Jahre 1932. Ihre älteste Schwester Hilde hatte damals bereits das Elternhaus verlassen.   Aus Sicht meines Vaters sei bemerkenswert gewesen, dass sie nach ihrer Mutter „Mama, Mama!“ gerufen hätte. So hätte er sie nie über ihre Mutter reden hören. Er kannte seine Schwiegermutter aus ihrem Reden bis dahin nur, wie im Dialekt üblich, etwas distanziert...

Zum 71. Hochzeitstag

  Der letzte Stopp noch in Polen auf der Heimreise von Warschau nach Braunschweig am Ende einer Studienreise vom 17.-28.7.2002 durch Ostpreußen   Am 13.10.2022 wären unsere Eltern 71 Jahre verheiratet gewesen. Es war, wie meist in den Jahrzehnten zuvor ein sonniger Tag, den sie früher regelmäßig mit einer Wanderung an der Ahr verbrachten. Den 65. Hochzeitstag hatten sie noch miteinander erleben können. Aber es wurde nichts aus der geplanten Feier im kleinen Kreis. Meine Mutter war unaufhaltsam zum Pflegefall geworden. Und ihre letzte „Hochzeitsreise“ war die gemeinsame Fahrt im Krankentransport von Köln-Kalk, wo meine Mutter zuletzt im Krankenhaus gelegen hatte, nach Ewersbach in das Haus am Kronberg. Wenige Monate später starb sie dort. Die Eltern erlebten jeden der ihnen dort verbliebenen Tage sehr bewusst. Manchmal ergaben sich aufgrund der fortschreitenden Demenz meiner Mutter unerwartete Gespräche mit unserm Vater. Er hatte sich bereits darauf eingestellt, sich dann in...