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Zum 99. Geburtstag meines Vaters

Ein Ständchen zum Geburtstag als Blockflötensolist Liebe Leser und Leserinnen, heute, am 8.6.2025 wäre mein Vater 99 Jahre alt geworden. Da sein diesjähriger Geburtstag auf den Pfingstsonntag fällt, hätte ich ihm als Ständchen die schöne, alte Melodie von „Komm, Heiliger Geist!“ gespielt. Dieses Lied wird in der Liturgie der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau oft zu Beginn eines Gottesdienstes gesungen. Dabei handelt es sich  ursprünglich um eine in der gregorianischen Musik übliche Antiphon, d.h. um einen entgegentönenden Vorvers eines Psalms, natürlich auf Latein. Mit dieser hier „Veni Sancte Spiritus“ wurde seit dem 11. Jahrhundert das Magnificat des Pfingsttages eingeleitet:   Die erste deutsche Version mit der heute übliche Melodie ist um 1480 im Kloster Ebersberg nachgewiesen. Der Text wurde später von Luther mit weiteren Strophen im Sinne der Reformation ergänzt. Die Melodie ist im Laufe der Jahrhunderte oft zur Grundlage weiterer Kompositionen genommen word...

Sonntagmorgen vorm Gottesdienst

 Evangelische Kirche Sellnrod Errichtet 1697-1698 Barocke Fachwerksaalkirche Errichtet vom Zimmerer Hans Georg Haubruch aus Herbstein. Er baute noch andere Fachwerkkirchen im Vogelsberg. Der Grabstein seiner Witwe steht vor der katholischen St. Jakobskirche in Herbstein. Rechts hinter der Kirche ist das moderne Gemeindehaus zu sehen. Liebe Leser, im vergangenen Winter besuchte ich den Gottesdienst in Sellnrod, einem westlichen Nachbarort von Groß-Eichen. Wegen der Kälte war die Kirche ungeheizt, so dass das Gemeindehaus genutzt wurde. Wegen der heftigen Schneeverhältnisse verzögerte sich die Ankunft der Pfarrerin. Wir saßen also im kleinen, warmen Versammlungsraum und warteten. Teils wurde geplaudert, teils hing man seinen Gedanken nach. Ich machte sowohl das eine wie das andere.  Da schweiften meine Gedanken hin zu Kindheitserinnerungen, als wir als Familie Röder jeweils zu den ersten Besuchern des Gottesdienstes in der Mülheimer Gemeinde zählten. Es war damals noch das alte...

Silvia Wagner - von uns gegangen

  22.5.1952 - 1.3.2025 Liebe Leser, am 13.5.2025 beerdigten wir Silvia Wagner auf dem Friedhof von Allendorf-Lumbda. Sie war am 1.3.2025 in Frieden gestorben. Als Großcousine meines Vaters gehörte sie seit Jahrzehnten zu meinem Leben. Denn zwischen ihr und meinen Eltern gab es ein sehr enges Verhältnis, das sich in vielen Briefen, Telefonaten und Geschenken ausdrückte. Meine Eltern besuchten sie hin und wieder in ihrem Elternhaus. Ich selber lernte sie nie persönlich kennen, sondern erfuhr von ihr immer nur durch Erzählungen meiner Eltern oder Vorlesen aus ihren Briefen. Sie beeindruckte dadurch, dass sie ab den frühen Teenagerjahren unter einem Morbus Crohn, einer chronischen Dünndarmentzündung, litt. Sie konnte Nahrung nur durch eine Nasensonde zu sich nehmen. Ihr größter Wunsch zuletzt sei gewesen, noch einmal herzhaft in einen Apfel beißen zu können. Im Laufe der Jahre musste schrittweise ihr Dünndarm verkleinert werden. Zusätzlich kamen später chronische Schmerzen hinzu. Sie v...

Unerwarteter Weihnachtsgruß meiner Eltern

  Liebe Leser und Leserinnen, Seit Juli 2024 sind Sonja und ich so intensiv mit der Sanierung und dem Um- und Neubau unsers Wohn- und Kulturhauses „Hollahaus“ – nähere Informationen siehe unsere Website www.hollahaus.com – beschäftigt, dass ich weder Zeit noch Kraft fand, den Gedenkblog weiterzuentwickeln. Diese intensive Bauphase wird noch bis zum Frühjahr anhalten. Knapp vor Weihnachten war es endlich möglich, meine Wohnung in Herbstein weitgehend aufzulösen. Beim Einpacken tauchte in einer Kiste der obige Weihnachtsgruss meiner Eltern aus dem Jahre 2009 auf. Jahrelang hatte meine Mutter immer aus Stroh eine Kerze ausgeschnitten und vom Thuja-Strauch des Vorgartens ein kleines Blatt abgeschnitten und alles zusammen aufgeklebt. Mein Vater schrieb dann mit seiner speziellen Handschrift den Weihnachtsgruss darunter. Mit dieser Tätigkeit waren sie tagelang beschäftigt. Diese Grüße wurden an viele Freunde und Verwandte verschickt. Ich gehe davon aus, dass mancher von Euch älteren L...

Kreuzmobile zum 98!

  Liebe Leser, besonders grüße ich die, die zum diesjährigen Geburtstag meines Vaters – er wäre am 8.6.2024 98 Jahre alt geworden -, auf seinem Gedenkblog vorbeischauen! Wie Sie sehen, habe ich dem Blog über längere Zeit nichts Neues mehr beigefügt. Denn vom Herbst des vergangenen Jahres bis jetzt sind Sonja und ich voll mit dem Ausbau des Holla Hauses beschäftigt. Wenn alles gut geht, können wir wohl zum Beginn des Winters einziehen. Seit 1. Mai 2024 verfügen wir nun über ein funktionsfähiges Wochenendhaus inmitten einer Baustelle.  Wenn meine Eltern noch leben würden, würden sie sich beim Geburtstagsbesuch alle Einzelheiten des Bauens und der Entdeckungen in so einem alten Haus genau erklären lassen. Denn sie hatten ja beim Einzug und Renovieren in der Wichheimer Straße, beim Mithelfen im Missionshaus in Vockenhausen und beim Neubau der Freien evangelischen Gemeinde Köln -Mülheim viele Erfahrungen mit eigenen Baubemühungen gehabt. Unser Haus steht auf dem Sockel eines Vor...

Nachkommen aus dem Garten meiner Eltern

  Wiederkehrender Frühlingsgruß meiner Mutter Liebe Leser, vor ein paar Tagen schickten mir Bernhard und Lore Kuxdorf obiges Foto mit Schneeglöckchen. Das seien Nachkommen aus dem Garten meiner Eltern. Demnach hatte meine Mutter, die sich immer um die Gestaltung des Gartens gekümmert hatte, Kuxdorfs einmal etliche Zwiebelchen geschenkt. Diese kommen seither jedes Jahr wieder zum Vorschein und vermehren sich von Jahr zu Jahr. Sicherlich haben auch noch andere Freunde solche Erinnerungspflanzen in ihrem Garten! Mit den besten Wünschen zum bereits einsetzenden Frühling und herzlichen Grüßen Dr. Friedhelm Röder          

Liste der Todesanzeigen

 Diese Bank fand ich 2018 in einem Waldstück in der Nähe von Lauterbach im Vogelsberg. Liebe Leser, nachfolgend eine alphabetische Übersicht der auf verschiedene Blogseiten verteilten Todesanzeigen aus der Sammlung meines Vaters mit aktuellen Ergänzungen der letzten Zeit, die auch inhaltlich hierher passen. Hinter jedem Namen steht die entsprechende Seite des Gedenkblogs. Sowie diese angeklickt wird, erscheint die jeweilige Seite. Dort lässt sich die Anzeige mit teilweise umfangreichen Zusatzinformationen leicht finden. Gemessen an der tatsächlichen Größe des Netzwerkes meiner Eltern enthält diese Sammlung nur eine Auswahl. Auf Wunsch Ihrerseits kann ich weitere Ergänzungen vornehmen. Herzliche Grüße Dr. Friedhelm Röder Namensliste der Todesanzeigen: Adenauer, Christine geb. Krupp: verstorben am 15.10.1963, 74 Jahre alt , siehe Verwandte von Rosa Adenauer, Detlef: 29.5.1970 – 11.9.2015, siehe Verwandte von Rosa Adenauer, Heinrich: 25.2.1929 – 24 2.2017, siehe Verwandt...

Todesanzeigen Gemeindemitglieder P-S

 Trauerzug der Beerdigung von Ewald Scheffels am 8.3.1971 auf dem Kölner Südfriedhof. Neben meiner Mutter (links im Bild) mit ihrer weißen Wollmütze Berta Anna Bressel . In derselben Reihe hinten Adam Nagel aus Köln-Mülheim. Dahinter überragte mein Vater wie immer die andern. Liebe Leser! Heute will ich Ihnen die zehnte und zugleich letzte Sammlung von Todesanzeigen aus dem Ordner meines Vaters zugänglich machen. Es sind dieses Mal Gemeindemitglieder P-S . Ich freue mich, hiermit die Erinnerung an viele liebe Menschen noch einmal wecken zu können. Herzliche Grüße Dr. Friedhelm Röder 

Todesanzeigen Freunde und Bekannte N - Z

Meine Mutter liebte Orchideen. Diese standen hell, aber nicht der Sonne ausgesetzt, wie sie es mögen, auf der Fensterbank des Wohnzimmers.  Alle Gäste meiner Eltern kennen diesen Blick von dort im Sommer auf die Terrasse noch. Manchmal blühten alle Orchideen gleichzeitig. „Ach, Heinz, mach doch mal ein Foto davon! Das sieht so schön aus!“ Zwischen den Blumen Mitbringsel von ihren Reisen nach Indien und auf die Philippinen.  Liebe Leser! Heute will ich Ihnen die neunte Sammlung von Todesanzeigen zugänglich machen. Es sind dieses Mal die Freunde und Bekannte N - Z . Wecken Sie beim Stöbern eigene Erinnerungen und entdecken noch etwas Unbekanntes! Mit herzlichen Grüßen Dr. Friedhelm Röder 

Zum 97. Geburtstag meines Vaters

  Heinz als Baby auf dem Schoß seiner älteren Schwester Hilde, der späteren Hilde Bandomir Liebe Leser, heute wäre mein Vater 97 Jahre alt geworden. Nun hat er diesen Tag nicht mehr erlebt. Wenn er noch am Leben wäre, hätte sein Telefon nicht stillgestanden. Denn etliche von Euch hätten ihn angerufen.  Als mein Vater als Witwer zunächst alleine in der Souterrainwohnung meiner Schwester wohnte, riet ich ihm, täglich zwei seiner Freunde und Bekannten anzurufen. Für diesen Rat bedankte er sich bei jedem Telefonat mit mir. Dave Rose berichtete mir später, dass mein Vater täglich zwei bis zu fünf Stunden mit jemandem von Euch telefonierte.  Nun bleibt das Telefon still. Er sprach wiederholt davon, mit wem er sich im Himmel ausführlich unterhalten wolle. Mit herzlichen Grüßen und Danksagungen an alle, die seiner gedenken! Dr. Friedhelm Röder 

Heimgang von Heinz Fischer

Heinz Röder und Heinz Fischer als Stubenkameraden in einer der ehemaligen RAD-Baracken des Predigerseminars der Freien Evangelischen  Gemeinden in Ewersbach 1949  Liebe Leser, am 15.2.2023 verstarb Heinz Fischer, ein alter Freund meines Vaters. Sie hatten sich 1949 am Predigerseminar in Ewersbach kennengelernt. Während dieser Zeit hatte mein Vater von ihm erstmals von meiner Mutter Rosa Adenauer gehört, die dieser auf einem Jugendtreffen kennengelernt hatte. Damals wußte mein Vater noch nicht, daß er besagte Rosa selber einmal kennen und lieben lernen würde. Mein Vater hatte die Ausbildung zum Prediger vorzeitig abgebrochen, um sich um seine kranken Eltern zu kümmern. Die Freundschaft der Beiden blieb bestehen.  Als meine Eltern 1960 von Köln-Lindenthal nach Köln-Buchheim umzogen, trafen sich die beiden Studienfreunde wieder, denn Heinz Fischer war von 1953-1960 Prediger der FeG Köln-Mülheim. Ich selber - ich war damals 8 Jahre alt - habe nur sehr flüchtige Erinnerungen a...

Spatz in der Hand

  Erinnerungen an Frau Martha Schwarz (1902-1992) Liebe Leser, als ich heute wieder mal dabei war, gesammelte Todesanzeigen einzuscannen, stieß ich auf die Todesanzeige von Frau Martha Schwarz. Sie ist mir noch nach mehr als 40 Jahren als eine still herausragende Frau in Erinnerung geblieben. Ich habe sie in den 70er Jahren nur zwei- oder dreimal persönlich getroffen. Meine Mutter hatte sie durch ihre Tätigkeit als Sekretärin auf dem Pfarrbüro der Evgl. Kirchgemeinde Köln-Buchheim kennengelernt. Denn dort ging Frau Schwarz regelmäßig zum Gottesdienst. Die beiden Frauen entwickelten einen guten Draht zu einander. Von meiner Mutter erfuhr ich nach und nach einiges über sie.  Anfangs hatte sie am vorderen Ende der Wichheimer Straße,  in einem der alten Häuser aus der Gründerzeit  gewohnt. Ihre kleine Wohnung dort war dunkel. Später zog sie in eines der modernen Mehrfamilienhäuser gegenüber der Grundschule von Köln-Buchheim um, wo sie mehr Licht in der Wohnung hatte. Als...

Heimgang von Willy Weber

  Liebe Leser, knapp zwei Jahre nach meinem Vater starb Willy Weber am 29.12.2022. Er hatte die Beerdigung meines Vaters geleitet. Als mein Vater die letzten Jahre in Ewersbach gelebt hatte, hatte sich die beiden regelmäßig gesehen. Willy Weber und meine Familie kannte ihn noch aus seiner Zeit als Prediger der Freien Evangelischen Gemeinde Köln-Lindenthal. Er leitete damals die dortige Jugendgruppe und war für mich in seiner feinen, geistvollen, humorvollen Art immer ein Vorbild gewesen. Ich war einer seiner Fans. Als ich Jahre später meine Schwester in Ewersbach besuchte, trafen wir uns wieder. Denn Willy Weber war zwischenzeitlich Dozent am Predigerseminar geworden und unterrichtete u. a. Pastoraltheologie. Für mich als Psychiater und ihn als Seelsorger ergaben sich manche Berührungspunkte bei der Ausübung unsers Berufs. Und den guten Draht zueinander behielten wir bis zum Schluss. Beim Blättern in Briefen meiner Eltern fand ich einen Artikel von ihm, der im August 1989 im „D...